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Hallo…

Hallo…

…ich bin Ulrike, prickelnder 80er Jahrgang.

Mein Motto ist: „An dem Punkt, wo der Spaß aufhört, beginnt der Humor.“ – Werner Finck.

Am 22. April 2015 habe ich die Diagnose Brustkrebs bekommen (Mammakarzinom, G3, tripl. neg., Ki67 = 80%).

Häufig wachsen diese 3-fach negativen Tumoren sehr schnell, streuen frühzeitig in andere Körperorgane und haben ein hohes Rückfallrisiko. Fachleute sprechen von einer aggressiven Tumorbiologie.

Deshalb ging erstmal alles karusselartig rund: brusterhaltende OP schon am 28. April 2015… Lymphen waren frei und alles andere (Lunge, Leber, Knochen) war Gott sei Dank unauffällig. .. um eine Chemotherapie kam ich natürlich nicht herum, für die ich mir einen Port(-Katheder) einsetzen lassen habe.

Mitte Juni 2015 wurde mir der Befund bekanntgegeben, dass ich BRCA1-Mutations-Trägerin bin und somit zu der Gruppe „familiärer Brust- und Eierstockkrebs“ gehöre: Möpse neu, Eierstöcke raus? Na, wir werden sehen!!!

Zur selben Zeit wurde meiner Mutter nach 5,5 Jahren, jetzt mit 55 Jahren, erneut die Diagnose Brustkrebs gestellt … ich habe mir die langen Haare vorerst kurz geschnitten und dann nach 2,5 Wochen abrasiert, was ich mit einem Video „Es ist zum Haare raufen“ festgehalten habe.

Am 28sten Mai saß ich das erste Mal auf dem Giftstuhl. Ich durchkämpfte eine 6-monatelange Chemotherapie (12 x Taxol, 9 x Carboplation und 4 x EC). Am Ende der Chemotherapie hoffte ich immer wieder, dass sie mich anrufen und mir sagen, dass ich nicht mehr zu kommen brauche. Ich wollte einfach nicht mehr… Am 3ten November 2015 dann endlich die letzte Chemo.

Am 15ten Dezember 2015 erfolgte dann die subkutane Mastektomie (Entfernung des Brustdrüsenkörpers ohne Haut, Mamille und Warzenhof mit sofortigen Brustaufbau vorerst mit Expandern als Platzhalter für das Silikon).

Die Gedanken und Gefühle zur OP sowie die angestauten Ängsten und Sorgen durch die vorangegangene Zeit, zogen mich in eine sehr tiefe Depression. Ich suchte mir zusätzlich eine Psychoonkologin und verbrauchte unmengen an Tee und Kerzen, um mich einigermaßen über Wasser zu halten.

Nach fiesen Schmerztiraden, langer Mangelbewegung, Gewichtszunahme und des nervigen Rückenschlafens, bin ich so langsam wieder aus dem Loch herausgekrochen. Und nicht zu vergessen: Es war Winter! Im März habe ich mich dann im Fitnessstudio angemeldet und konnte wieder Sport machen.

Die ganze Zeit durfte ich einem Kompressions-BH und einen Stuttgarter Gürtel tragen. Die ersten 6 Wochen nach der OP nur auf dem Rücken schlafen. Doch bis ich mich mal auf die Seite drehen konnte vergingen eh mehrere Monate. Die mir auf den Rippen angeschnallten Müslischüsseln waren sehr gewöhnungsbedürftig.

Am 10ten Mai 2016 wurden dann die Expander durch Silikonimplantate ausgetauscht. Das ging fixer. War erheblich schmerzfreier. Und das ersichtliche und fühlende Ergebnis emotional tragbarer. Nach einer weiteren 6-Wochen-Schonfrist wollte ich dann so schnell wie möglich wieder meinen Alltag wieder haben.

Ich habe dann 01. Juli 2016 mit der beruflichen Wiedereingleiderung begonnen und bin im Oktober 2016  wieder voll eingestiegen. Zu Beginn war ich sehr euphorisch – ich freute mich wie ein Teenager auf das erste Date. Doch ganz schnell war ich emotional überfordert, zu sensibel, überlastet, unkonzentriert – zum Schluss demotiviert.

Ich schaltete gedanklich einen Gang runter – ich war zu ungeduldig. Ich arbeite immerhin im sozialpsychiatrischen Bereich… zuviel Emotionen in allen Ecken. Ich ordnete meine Gedanken und Gefühle wieder neu ein und musste auch wieder lernen mich entsprechend professionell zu distanzieren.

Es ist zwar das Eine oder Andere etwas anders: Aber ich bin weitestgehend im Job wieder angekommen. Nur privat ist es irgendwie immer noch nicht so einfach. Ich vermisse meine Unbeschwertheit. Habe schon überall nachgefragt. Aber niemand hat sie gesehen.

Doch alles in Allem: mir geht es top!

Ich bin seit Beginn an positiv gestimmt und habe meinen Galgenhumor und das Lachen nicht verloren…aus allem mache ich weiterhin das Beste!!! Auch wenn es mir hin und wieder extrem schwer fällt…

Was die Mopstollwut mit mir macht und ich mit ihr… Folge mir!


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Liebe Grüße, Ulrike

*April 2017