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Endspurt: Kopfstand und mit dem Arsch Fliegen fangen
31. Oktober 2015|Ich schreibe dir...

Endspurt: Kopfstand und mit dem Arsch Fliegen fangen

Endspurt: Kopfstand und mit dem Arsch Fliegen fangen

„Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, aber ich muss, aus Prinzip!“

 

In guten und in schlechten Seiten

Bisher hatte ich davon erzählt, wie ich megamäßig stark die Diagnose Brustkrebs aufgenommen hatte und in den darauffolgenden Monaten, mit erhobenem Chefkoch-Haupt und einer gewaltig gut gewürzten Portion Humor sowie einem deftigen Spritzer Sarkasmus, durch Operationen und Chemotherapien gestratzt bin. Besser ging es nun wirklich nicht…

Jedoch haben solche starken, glanzvollen, guten und humorvollen Seiten auch immer ihre Gegenstücke… Es wird dann also auch mal alles voll matt und grau um einen herum, man ist total verweichlicht und zart besaitet, total schlecht und mies drauf, am Ende furztrocken in jedweder Reaktion und das Umfeld spielt auch nur noch irgendwie verrückt. Kurz und unverschönt: Es ist mega kacke alles!

Diese Kack-Seiten hatte ich im letzten Tagebucheintrag „Hinter dem Lächeln der ganze Shitstorm!“ versucht anhand einer Aufzählung ansatzweise aufzuzeigen. Am Ende des Artikels hatte ich dann geschrieben, dass ich zwar schon 12 Mal Paclitaxel und 9 Mal Carboplatin geschafft hatte, aber trotzdem eine verfickte scheiß Angst vor dem EC (Epirubicin + Cyclophosphamid) hatte.

 

BÄM! Pfanne über den Kopf…

Ich fang mal so an… Um bildlich irgendwie klarer auszudrücken, wie es mir ging, als ich also die bisherigen 12 Sitzungen auf dem Chemostuhl so einigermaßen aus dem linken Ärmel geschüttelt (*Übertreibung, es ging schon mit jeder Chemo immer mehr bergab) hatte und das 1te Mal mit dem Zeug des 2ten Zytostatika-Pakets vergiftet wurde, will ich das mal so beschreiben:

Würde man jetzt auf den Knopf „Slow Motion“ drücken können, könntest du wie in einem Comic sehen, wie ich mit 3 sehr unglaublich elegant schwebenden und fehenartigen Zehen- Spitzen-Sprüngen und übertrieben krassen Zahnweiß-Lächeln, tierisch kreischend bzw. fiepend, dir zuwinkend und mit pink wehender Perücke schmackhaft gegen eine Mauer klatsche und mit 5 süß-zwitschernden, blauen, um meinem Kopf herum kreisenden, Vögeln daran hinabgleite.

Übersetzt: Es war der Horror. Das hat mich tatsächlich komplett umgehauen… Nicht nur, dass ich völlig erschöpft und total angeschlagen tagelang in Sauer lag und mir kotzübel war: es war rundum das furchtbarste an Sich-Elendig-Fühlen, was ich je erlebt hatte.

Um an den vorletzten Tagebucheintrag „Da wird der Hund in der Pfanne verrückt…“ ebenfalls anzuknüpfen: Der gammelige Köter wurde verspeist und die Pfanne mir direkt über den Kopf gezogen. W Ü R G !  A U A !

Gefühlt fehlte da nur noch ein Tropfen irgendeines belanglosen Giftes und ich hätte das Zeitliche gesegnet. Anders kann ich es gar nicht beschreiben. Alles faulte vor sich hin… ich vergammelte.

 

…und dann zog sich alles nur noch wie ein geschmackloser Kaugummi!

Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr, aber ich muss… A U S  P R I N Z I P ! Und dann sieht die Welt auch wieder besser aus, plärrt es wie eine gesprungene Platte in meinem Kopf. Nur noch durchhalten jetzt. Arschbacken zusammenkneifen.

J A  J A  J A A A. Voll schwer. Im Moment. Und irgendwann kann man es einfach nicht mehr hören: „Du hast schon so viel geschafft. Du bist so stark. Bald hast du es hinter dir.“ Stimmt!

A B E R sag so einer fucking Depression mal eben so zwischen Tür und Angel: verpiss dich! Wenn du schon Monate nicht richtig gepennt hast, jedes Essen nur noch zum Kotzen ist und du dich ständig von der Verstopfung zum Dünnschiss hangelst und dann wieder zur Verstopfung.

Und dann diese Übelkeit, Übelkeit, Übelkeit, Übelkeit, Übelkeit, Übelkeit, diese lähmende Übelkeit war am Anfang das Schlimmste. Von Zeit zu Zeit bekam ich sie mit den Medikamenten besser in den Griff. Und ich stelle mich hier auch als Versuchskaninchen zur Verfügung. Daumen drücken.

Trotzdem, die Speiseröhre fühlt sich nicht mehr gut an, schmerzt sogar in der Nacht. Aphten an der Zunge der Horror. Der Appetit lässt zu wünschen übrig. Und habe ich mal auf etwas Bock, bin ich enttäuscht, weil es mich irgendwie nicht befriedigt…

Das also kurz gefasst zur Fressluke und ihrem beschissenen Ende Richtung Ausgang. Die Schleimhäute waren schon sowas von angefressen… alles wund. Und da gibt’s ja noch die Geschichte vorne untenrum… Zwischendurch glaubt man echt, dass Hopfen und Malz verloren ist.

Die Haut macht auch zunehmend Probleme. Die Gelenk- und Knochenschmerzen werden immer schlimmer. Mittlerweile fühlt sich z.B. mein linker Fuß so an, als würde er gern abfaulen wollen, weil er keinen Bock mehr hat, sich weiter mit mir abzugeben.

Im Gesicht verläuft sich immer mal wieder hier und da eine zugekokste Ameise aus dem Partykeller. Die ganzen anderen Tiere auf, in und an meinem Körper sind wohl eher aus irgendeinen naheligenden Zoo oder so entflohen. Beispielsweise: Brüllmücken – noch nie gesehen, nur gehört – haben es sich bei mir gemütlich gemacht.

Und wenn meine Hände so aussehen, wie sie sich immer in der Nacht – teilweise bestimmt bis zu 20 Mal – anfühlen, dann würden aus der Bettdecke riesige Michelin-Männchen-Hände herausschauen. Sie fühlen sich immer so komisch aufgedunsen und dick an, so wie die Backe bei einer Betäubung beim Zahnarzt.

Der Kopf mal matschig, wattig, dusselig, pieksig, bräsig, … die Aufmerksamkeitspanne manchmal… W A S ?  H Ä ?

B L A  B L A  B L A… und das Woche für Woche. Und gefühlt kein Ende in Sicht.

 

Eine Woche fühlt sich mittlerweile an wie ein Monat.

Manchmal schreie ich in der Bude, weil einfach alles nervt und zu laut ist. Die Nachbarn stehen bald auf der Titelseite aller Zeitungen, weil sie von einer irren Krebskranken mit einer Kalaschnikow ruhig gestellt worden sind. Zu laut ist alles um mich herum.

Dieses Scheiß-Potpourri an elendig stinkenden Nebenwirkungen möchte niemand geschenkt haben. Und dann lernt man liebe Menschen kennen, die erst noch mehr an Chemotherapie vor sich haben und einen dann doch einfach überholen. D A  G U C K S T  D U !

Ich mag nicht mehr darüber reden, einfach nur noch durchziehen. Scheiß auf die Fragen nach meinem Gemütszustand… wie soll es mir schon gehen? Beschissen! Ja, natürlich sehe ich noch gut aus – so ohne Augenbrauen und Wimpern. Keine Ahnung warum. Wie soll ich denn sonst aussehen?

Immer öfter breche ich einfach in Tränen aus. Ich muss ständig zur Blutkontrolle. Einerseits hoffe ich, dass die Therapie verkürzt wird, anderseits will ich es natürlich auf keinen Fall. Ich mag kaum noch Serien schauen und jeden Tag aufs Neue überlegen, was ich denn essen könnte.

Die Nerven liegen einfach nur noch blank!

Mein Therapeut nannte es einen Marathon, als ich ihn als Punching-Ball missbrauchte und mich einmal komplett ausechauffierte, wie beschissen doch dieser Kampf gegen all diese Mopstollwut-Scheiße ist. Diese behinderte Dauerbelastung. Dann noch diese fucking nervende sich einschleichende Einsamkeit. Die Ängste und Sorgen – vor allem was einen noch bevorsteht. Ä T Z E N D !

Einmal träumte ich, dass nichts gewesen ist. Dann wachte ich mit einem sehr komischen Gefühl auf, schweißgebadet, im eigenen Sabber. Irgendwas stimmt nicht, dachte ich mir. Langsam wieder zu mir gekommen: Mist… ich habe doch Krebs. Also wirklich… Irgendwann hört es echt auf.

Ich will einfach nur noch umarmt werden. M I M I M I !

 

Und jetzt? Wie geht es weiter?

Gerade geht es mir gut soweit, immer so wenige Tage vor der nächsten Dosis. Aber darauf kann ich leider mittlerweile echt nicht mehr wirklich viel geben – sorry.

D O C H die eine, die letzte Chemo, steht mir jetzt nur noch bevor. J U H U U U !

Pauken und Trompeten. T U S C H ! Ich will aber eigentlich nicht mehr. Zuviel spackt der Körper schon rum und die Psyche hat irgendwie schon einen Knacks weg.

Es ist einfach eine verdammt lange Zeit, in der so viel passiert… das zwingt jeden zwangsläufig in die Knie. Oft für mich sehr fraglich: Wie soll man sich davon – jetzt ernsthaft mal – erholen?

Aber dann denke ich: T S C H A K A ! Ich päppel mich schon wieder auf und weiter geht es. Ganz laut: Ich hole mir die verlorene Zeit wieder zurück. J A A A  M A A A N !

Wieder richtig schlafen, essen und kacken. Vom ficken, äh Liebe machen, will ich hier mal gar nicht erst anfangen zu reden. Oder vielleicht später. Mal sehen.

Aber erst einmal werde ich wieder kurz eine Runde vergammeln… Und dann wäre die Chemotherapie erst einmal geschafft. F R E U D E !

 

Mich würde interessieren!

Falls du auch eine Chemotherapie oder eine andere langwierge Behandlung/Therapie machen musstest, wie erging es dir kurz vor dem Ende?

 


Beitragsfoto: Animals, 1419 Copyright-Free Illustrations of Mammals, Birds, Fish, Insects, etc., A Pictorial Archive from Nineteenth-Century Sources, Selected by Jim Harter (gibt es z.B. bei Amazon)

 

D A N K E  &  F U C K  Y O U !

Und an dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Freunden und meiner Familie bedanken, die mich auf den unterschiedlichsten Wegen so gut es geht unterstützen.

Aber vor allem bin ich dafür dankbar, dass Hanna von Beginn an an meiner Seite steht… so etwas ist nicht selbstverständlich und gibt mir immens viel Kraft in dieser Zeit.

Ich möchte mich aber auch bei euch Mopstollwut-Blog-Lesern bedanken. Eure lieben Zeilen lassen meinen Stinkefinger mega rekordverdächtig groß werden, so dass ihn nicht einmal die kleinste fucking Krebszelle übersehen kann.

Und ich danke natürlich auch den lieben Menschen, die ich neu kennengelernt habe. Liebe Mopstollwut-Schwestern, BRCA-Genmutations-Verwandte, Ärzte, Medizinische Fachangestellte, Kaffeeladenbesitzerinnen und viele mehr… es ist mir eine Freude.

Also F U C K  Y O U Krebs und all die anderen Dinge, die versuchen einem in dieser Situation das Leben noch schwerer zu machen. Mit mir nicht!

Und aus aktuellem Anlass schicke ich ebenso sehr viel Liebe, Kraft und Zuversicht an eine befreundete frisch gebackene Familie. Eure Freunde sind stets in Gedanken bei euch. Ihr seid stark!!! Gemeinsam sind wir stark!!! 

8 comments
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8 coments

  • 1. November 2015 at 23:45

    Ich drücke dich. Ich umarme dich. Ich denke jeden Tag an dich.
    Kussi

    • Ulrike
      1. November 2015 at 23:50

      Meine Liebe,

      danke dir! Fühle dich zurückgedrückt und schwesterlich umarmt. Und ich denke ebenfalls jeden Tag an dich!

      Knutschas

  • Thekla
    4. November 2015 at 18:58

    Liebe Ulrike,
    noch treffender hätte Frau die Gefühlsachterbahn der ganzen Erkrankung sowie den Epirubi-Cyclophos-Scheiß-Cocktail und seine netten Nebe(l)nwirkungen und auch die der anderen Chemos nicht beschreiben können.

    Mein unerwünschter und nicht eingeladener BESUCHER beehrte mich kurz nach meinem 39. Geburtstag, 3 Monate nach einer unauffälligen Krebsvorsorge mit Brustultraschall.
    Bei mir waren die ersten drei Chemos Epi/Cyclo, die letzten drei Docetaxel.
    Das Gefühl vor meiner letzten Chemo war nur furchtbar, ich wollte da so überhaupt nicht hin.
    Wo Anfangs noch die Kampflust-/geist und ein „ich hau dem Krebs was auf die Schnauze“ stand war am Ende der geplanten (und durchgeführten ) 6 Chemos nur noch Widerwillen und Angst. So eine Behandlung macht schon mürbe.
    So wechselten sich Angst und Freude kurz vor und bei der letzten Chemiesitzungen ab wie Regen und Sonne im April.
    Freude weil es „rum“ war, Angst vor den Nebenwirkungen, der Müdigkeit, dem „nicht ich selbst sein“…
    Da niemand für mich hingehen wollte (ich hab allen Bekannten/Freunden scherzhaft angeboten sie können die Chemo für mich doch bitte übernehmen, ich hätte echt keine Lust mehr…) bin ich dann doch hin, hab mich ein letztes Mal mit Docetaxel moderat vergiften lassen, hoffend dass ich das nie nie nie wieder tun muss- das war vor 3,5 Jahren.

    So mag ich mir die Anzahl der Chemos die Du durchgestanden hast nicht vorstellen….
    Halte weiter Deinen Kopf oben, du packst in Worte was bestimmt viele Betroffene denken, danke für diesen Blog! Ich habe mehr als einmal wissend und auch verstehen genickt…

    Liebe Grüße

    Thekla

    • Ulrike
      4. November 2015 at 20:45

      Hey Thekla,

      danke für deine tolle Rückmeldung. Das freut mich sehr. Meine „Brust“ schwillt an… haha!

      Ja, die Chemo ist kein Zuckerschlecken… und JEDE Chemo ist der letzte Scheiß…ob nun 16 oder 6 Mal, denn es ist nicht unbedingt die Anzahl, sondern der Inhalt bzw. auch die ml/mg-Anzahl des Giftes… und die Hauptsache ist, dass du wie auch ich und andere, den Scheiß megastark durchgezogen haben… Irgendwie. Total kaputt. Mit allen restlichen Nerven. Niemand anderes kann das jemals nachvollziehen und ich wünsche es niemanden mehr in dieser Welt. Und ich bin mir sicher, bald muss niemand mehr so leiden!

      Ich drücke dich!

      LG, Ulrike

  • 5. November 2015 at 14:20

    Hallo liebe Ulrike,

    ich bin im 2. Tag nach meiner 2. Chemo (Adriamycin und Cyclophosphamid) und von Befund her sind wir total ähnlich, ich bin auch TN, G3, Ki67=80%, auf das Ergebnis vom BRCA1/2 Test muss ich noch warten. Ich habe meine Diagnose am 11.09. bekommen, am 18.09. war die OP und am 13.10. ist die erste Chemo gelaufen. Einen Tag vorher habe ich den Port eingesetzt bekommen und die erste Chemo ist direkt Para daneben gelaufen. Anschließend habe ich eine Thrombose im Arm bekommen und 10 Tage nach der Chemo waren all meine Leukos verreckt und ich bin mit 40 Fieber notfallmäßig ins Krankenhaus gekommen. Bin schon gespannt, was mich jetzt nach dem 2. Zyklus erwartet…aber bisher ist’s von der Übelkeit nicht so schlimm wie beim ersten Mal und ich bin auch nicht sooooo fertig.
    Naja…auf jeden Fall wollte ich Dir sagen, dass ich Deinen Block ganz toll geschrieben finde und Du Dich trotz dem ganzen Mist noch sehr optimistisch anhörst und ich Dich dafür bewundere :-).
    Ich hatte irgendwie auch vor, zwischen den Chemos mal arbeiten gehen zu können, aber daran ist irgendwie gar nicht zu denken. Augen zu und durch…wir schaffen das und es kommen wieder bessere Tage. Meine persönliche Reha habe ich vor Diagnosenstellung gebucht, am 12. Oktober 2016 fliege ich für 4 Wochen nach Französisch Polynesien….ein Ziel vor Augen, bis zu dem es mir wieder besser gehen muss. Außerdem rede ich mich gerade damit froh, schon 25% der Giftcocktails überstanden zu haben.
    Neulasta muss ich übrigens seit dem Leukozytensterben nun auch zukünftig nach alle Chemos spritzen, gestern die 1.
    Drücke die alle Däumchen und Pfötchen die wir haben für Deine weitere Genesung….und wenn es Dir besser geht bekommst Du Deine französische Bulldogge 🙂

    Liebste Grüße
    Andrea

    • Ulrike
      5. November 2015 at 17:09

      Hey Andrea,

      man ey, da hattest du ja mal gleich einen ätzenden Start. Aber du scheinst nicht nnur in guten Händen zu sein, sondern ne fette Portion Stärke zu besitzen. Chapeau! Das ist die Hauptsache. Und ich denke, dass du es ab jetzt voll gut wegstecken wirst. Mit Sicherheit! Ich bin in Gedanken ganz doll bei dir – Brustkrebsschwester!!! <3 Wenn du dich mal auskotzen magst, schreibe mir...

      Dein Ziel für das nächste Jahr finde ich Oberhammer!!! Ich lasse ja eher immer noch alles auf mich zukommen... es stehen definitiv einige Trips in irgendwelche Städte/Länder aus, die geplant waren...sowie Tattoos...aber alles zu seiner Zeit! Ich freue mich auf das was kommt...

      Und danke für die Blumen...danke danke danke, das freut mich so sehr!

      Bleib du auch weiterhin positiv und optimistisch! Du packst das...

      Liebste Grüße,

      Ulrike

  • Lisa
    26. November 2015 at 2:05

    Huhu.. auch ich hatte die Diagnose triple negativ, G3.. bin nun mit der Chemo durch, seit einer Woche. 8x Gain 2 Studie.. habe zusätzlich keine Platinhaltige Chemo bekommen :-/ ich hoffe trotzdem, dass sie ihre Arbeit getan hat und ich nun normal weiter leben kann. Bin auch erst 23 Jahre alt mit einer unklassifizierten Variante im Brca 1 gen, wobei es in der Familie nie zuvor Brustkrebs gab.. verrückt.. ich bin zum Glück relativ glimpflich davon gekommen, was die Nebenwirkungen angeht..habe die Chemo leider nicht neoadjuvant bekommen, da man von einem DCIS ausgegangen ist und ich die Brust direkt hab entfernen lassen. Ich wünsche dir alles alles Gute! Wir packen das und denken weiterhin positiv du bist vermutlich jetzt auch endlich durch mit allem! Fühl dich gedrückt. Alles Liebe, Lisa

    • Ulrike
      26. November 2015 at 12:11

      Hallo Lisa,

      zuerst drücke ich dich mal ganz fett zurück!
      …und H U R R A! du hast es auch endlich geschafft.

      Yap… ich bin auch endlich durch mit der Chemo (Der aktuelle Tagebucheintrag lässt auf sich warten, weil ich dann doch etwas abgeschmiert bin. Aber bald kommt er…): und leider bei mir auch adjuvant, so kann keiner sagen, wie bei anderen, ob man eine PCR – also pathologische Komplettremission – erreicht hat, doof, wa?!
      Krass, dass du BRCA1-Genmutationsträgerin bist und niemand in der Familie zuvor Krebs hatte bzw. bei niemanden ausgebrochen ist. Irre, oder?!
      Und man: bist du jung! F*** und schon so eine tapfere Kriegerin. Ich bin tolz auf alle Mopstollwut-Kriegerinnen… Nieder mit dem Krebs!

      Aber genau, wir lassen uns nicht unterkriegen… positiv denken. Tschaka! Und weiter geht’s!

      Dir auch alles Liebe!

      Ulrike

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    Hi, ich bin Ulrike...

    ...erst war da die Diagnose: Brustkrebs! Ich nenne es mit etwas Galgenhumor: Mopstollwut!

    Das Lachen bleibt. Es ist die beste Medizin. Lach mit mir mit!

    Was die Mopstollwut mit mir macht und ich mit ihr... Das könnt ihr in meinem Blog lesen!