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Erste Vorbereitungen für die Chemo – Hurrai!
1. September 2015|Ich schreibe dir...

Erste Vorbereitungen für die Chemo – Hurrai!

Erste Vorbereitungen für die Chemo – Hurrai!

Die Achterbahn der Gefühle, Teil II

 

In Teil I der Achterbahnfahrt habe ich davon erzählt, wie schnell doch so ein genervtes Seufzen am anderen Ende des Telefons einen sowas aus der Fassung bringen kann. Und das nicht nur, weil man sensibler geworden ist.

Und wo war jetzt eigentlich das Problem? Nachdem ich die Befunde persönlich in der gynäkologisch-onkologischen Praxis vorbei gebracht hatte, wurde ich noch gegen Abend zurück gerufen und hatte einen Termin für den 11ten Mai, also in dann doch nur einer Woche, bekommen.

 

Ich packte die Sache wieder beim Schopf

Wir sind dann jetzt beim 4ten Mai angekommen. Der Wonnemonat schlechthin. Ich schaute mir wieder vollen Mutes meinen Kalender sowie meine To-Do-Liste an und packte die Sache wieder beim Schopf.

Als Erstes habe ich Frau Dr. Oberärztin der Reproduktionsmedizin dann endlich auch meine Entscheidung, keine Maßnahmen zur Sicherung des zukünftigen Kinderwunsches vorzunehmen, kundgetan. Irgendwie hatte ich damit doch noch gewartet, falls ich mich hätte umentscheiden wollen. Aber das erste Bauchgefühl hatte weiterhin Bestand.

Natürlich habe ich Angst, dass mich diese Entscheidung später einmal insofern einholen wird, dass ich sehr traurig darüber sein werde. Ich bin mir aber auch sicher, dass ich das auch noch gewuppt bekommen werde.

Welche Möglichkeiten es gibt, den Kinderwunsch für die Zeit nach der Chemo zu sichern, und wie ich letztendlich zu meiner Entscheidung kam, kannst du in meinem Tagebucheintrag „Gedanken über Kinderwunsch, Fertilität, Kryokonservierung, Kosten und Psychostress“ lesen.

 

Skelettszintigraphie – Knochenmetastasen?

Ich fuhr dann am nächsten Tag zu meinem Gyn, um mir sämtliche Überweisungen, aber vor allem die für das 2-Phasen- Skelettzintigramm (Staging), abzuholen, das für den darauffolgenden Tag angesetzt war. Hierfür musste ich mal wieder unglaublich früh aufstehen. Das Krankenhaus hatte noch den Termin für mich vereinbart. Freiwillig gehe ich ungern schon um 8:30 Uhr irgendwo hin.

Die Untersuchung dauerte insgesamt so ca. 4 Stunden. Hier wurde mir, nach einer ausführlichen Erklärung durch einen Arzt, eine radioaktive Substanz in die Vene Injiziert – die über mehrere Stunden im Skelettsystem angereichert und über die Nieren ausgeschieden wurde.

Kurz nach der Injektion lag ich angeschnallt auf einer Liege, wo sich die Kamera für wenige Minuten über mich bewegte (Blutpoolphase). Ich musste danach ca. 1,5 Liter Flüssigkeit während der Wartezeit von ca. 2 Stunden trinken. Dann lag ich eine gefühlte Ewigkeit (vielleicht so 20 min.) wieder auf der Liege und pennte fast ein (Mineralisationsphase). Kopfschmerzen machten sich breit.

Nachdem die Bilder von der Ärztin angeschaut worden sind, wurde ich zur Besprechung ins Zimmer hineingebeten. Kein Hinweis auf ossäre Metastasen. Heißt also: keine Skelett- bzw. Knochenmetastasen.

Hurra! Sage ich jetzt… Zu dem Zeitpunkt wusste ich eigentlich schon gar nicht mehr wie ich was fühlen sollte – und was genau das überhaupt bedeutet. Deshalb jetzt nochmal: H U R R A!

 

Fäden ziehen… Mopsentfaltung!

Zwischenzeitlich ist dann auch alles Röhrchen und Papierkram für die Blutabnahme für den Genetik-Test (familiärer Brust- und Eierstockkrebs, BRCA ½ – Analyse) von der Human- bzw. Tumorgenetik der Medizinischen Hochschule angekommen. Es sollte dann nämlich anhand meines Blutes untersucht werden, ob ich eine dieser Mutationsträgerinnen bin.

Bei Mutationsträgerinnen steigt das Risiko, während ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken, auf bis zu 80 %. Das Risiko für Eierstockkrebs ist ebenfalls erhöht und liegt bei bis zu 60 %. Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, BRCA 1/2-Analyse, MHH (www.mh-hannover.de)

An Brustkrebs bin ich ja nun schon erkrankt. Ob ich aber diese Genmutation habe, werde ich dann noch erfahren. Die genaue Bedeutung begriff ich erst dann, als ich mich mit dem Thema eingehender beschäftige. Und was das genau heißt und für mich bedeutet, wirst du in einem späteren Tagebucheintrag lesen können.

Ein Anruf bei meinem Gyn und zack, durfte ich am nächsten Tag bei ihm in der Praxis das Blut abnehmen lassen. Ich musste eh zum Fäden ziehen hin.

Wuah! Und das war einfach nur komisch. Erst einmal zog er mir den Faden nahe der Achsel… P U H! Alles halb so schlimm. Aber als er mir den Faden an meinem Mops, also nahe Brustwarze – am Hof entlang – ziehen wollte, musste ich ihn kurz um eine Pause bitten, dass ich mich darauf einstellen konnte. Und zack war er raus… mein Mops konnte sich wieder etwas entfalten.

Danach dann zu seiner Frau: Blutabnahme. Ich hatte etwas Bammel. Denn durch die bisherigen ganzen Untersuchungen war mein linker Arm schon sowas von zerstochen, dass alles grün-blau-lila war. Nur konnte eben nur noch links rumgedoktert werden. Rechts ist für immer tabu! Don’t forget! Warum das so ist, habe ich schon im Tagebucheintrag „Das Krankenhaus – Ein Kino mit Filmen verschiedener Genre. Eintritt frei!“ erläutert.

Es lief! Die Röhrchen waren voll, der Wangenabstrich vollzogen, die Dokumente ausgefüllt, Kopien der relevanten Befunde beigefügt… und das Paketchen war geschnürt. Da ich das Ergebnis so schnell wie möglich für die Chemotherapie benötigte, trug mein Gyn noch „Fast-Track“ ein und ab dafür. Warum? Das erkläre ich weiter unten…

Als Belohnung für die bisherige Strapaze, bin ich dann abends zum „Composer Slam“ – den mein special and lovely Friend Simon Kluth ins Leben gerufen hat. Der Composer Slam ist ein Komponistenwettstreit, der an das Format des Poetry Slams angelehnt ist. Hachja… K U L T U R… M U S I K… ich liebe es.

 

Herr Dr. Chemo-Onkel

Eigentlich sollte schon längst das Ergebnis der Tumorkonferenz vorliegen, aber entweder war an dem Tag ein Feiertag, ein Umzug einer Klinik stand im Vordergrund oder ein anderer wichtiger Arzt ist nicht erschienen. C’est la vie!

Der Chemo-Onkel, bei dem ich dann gemeinsam mit Hanna saß, um die Chemotherapie zu besprechen, hatte da aber eh schon so seinen Plan. Und wie sich später herausstellte, ist er ebenfalls Mitglied der Tumorkonferenz, in der die Behandlungsmöglichkeiten eines Patienten geprüft und diskutiert werden. Natürlich immer nach den Leitlinien der AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V..

Über die Nebenwirkungen wollte ich gar nicht reden. Ich habe Angst vor den Vorstellungen was man alles bekommen könnte. Ich gehe grundsätzlich bei so etwas lieber naiver an die Sache und sage mir: ich bekomme schon keine starken Nebenwirkungen.

Und die bekannten sowie häufigen Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Schleimhautentzündungen, Abgeschlagenheit und chronische Müdigkeit (Fatigue), Appetitlosigkeit, allgemeines Unwohlsein und Blutbildveränderungen… bla bla bla – sehe ich als ein geringstes Übel an, wenn ich dafür wieder gesund werden kann.

Herr Dr. Chemo-Onkel wählte also nachstehende Zytostatika im folgenden Zyklus:

  • Paclitaxel (+ Carboplatin AUC 2, wenn Genetik-Test positiv) am Tag 1, 8 und 15, dann 1 Woche Pause, und das in 4 Zyklen, also insgesamt 16 Wochen
  • EC (Epirubicin und Cyclophosphamid) 14tägig und in 4 Zyklen, also insgesamt 8 Wochen

24 Wochen lang – also 6 Monate, quasi ein halbes Jahr – lang sollte ich vergiftet werden. H A L L E L U J A! Das wird ein Fest…

Und hinzu kam natürlich ein Haufen anderer Medikamente, um Nebenwirkungen wie Allergien, Übelkeit und Co. schon einmal entgegenzuwirken. Und für den Fall, dass die weißen Blutkörperchen im Knochenmark (Leukozyten) zu stark sinken und so das Immunsystem zu sehr geschwächt ist, bekommt man Spritzen, um die Bildung der Leukozyten anzuregen. Davon kann man auch wieder Nebenwirkungen bekommen und so weiter und so fort.

Es hieß also: Aufpassen sich weder anzustecken, noch zu verletzen!

Dr. Chemo-Onkel sagte dann noch, dass er Fr. Dr. Prof. med. Institutsleitung der Humangenetik der MHH anrufen wird, um den Genetik-Test zu beschleunigen. Denn ist das Ergebnis positiv (im Sinne von: ich habe die Genmutation,) ist es wichtig, es zu wissen, um dann das Carboplatin hinzuzugeben, welches gut auf diese BRCA-Mutation ansprechen soll.

Nach einer Stunde dann, samt Rundführung durch die Praxis und Chemo-Abteilung (wo andere Frauen gerade Yoga machten) waren wir endlich wieder da raus. Vollgestopft mit medizinisch-fachlichen Dingen… aufgeschrieben und notiert, da bei mir eh alles wieder hinten aus dem Kopf rausgefallen ist. Wird schon passen, dachte ich.

Mein erster Termin für den Chemo-Stuhl: 28ster Mai.

Ich sollte Baumwollhandschuhe und dicke Socken mitbringen, sowie meine Nägel mit einem dunklen Nagellack und Nagelhärter bearbeiten. Aha? Wieso? Ich und Nägel lackieren?

Mir wurde erklärt, dass Hände und Füße während der Gabe von Taxol (Paclitaxel) gekühlt werden, um so zu erreichen, dass das „Gift“ nicht bis dorthin gelangen kann und somit Missempfindungen, Taubheit und Kribbeln (Neuropathie oder auch Hand-Fuß-Syndrom genannt) vorzubeugen versucht werden soll. Zudem können sich die Nägel aufgrund der UV-Einstrahlung verfärben und sogar soweit brüchig und kaputt gehen, dass sie abfallen bzw. abgemacht werden müssen. O H A! I I I H!

2015-05-16-17-22-53

*Schnell mal alle Lacke auspobiert!*

Insgesamt hatte ich dann doch viel mehr über Nebenwirkungen erfahren, als mir lieb war. Tief durchatmen und positiv bleiben… Y E A H!

 

Rote oder blaue Pille? Eine kleine OP-Reise…

Nichts und niemand konnten mich nun noch schocken. So viel hatte ich jetzt in so kurzer Zeit schon durch. So langsam werde ich Achterbahnexpertin.

Tapfer und gut gelaunt wie immer ließ ich mir am Tag nach der Chemo-Besprechung von Frau Fachärztin erklären und zeigen wie so ein Port-Katheter morgen bei mir „eingebaut“ werden soll. Das erinnerte mich irgendwie an „Matrix“, den Film.

Am nächsten Tag also, etwas angespannt, da ohne Frühstück unterwegs (und im Nachhinein erfuhr ich, dass ich hätte gar nicht nüchtern sein müssen –aaah!), aber cool wie Keanu Reeves, düsten Hanna und ich mit der grünen Bahn Richtung Friederikenstift. Ich hätte mir eine rote oder blaue LMAA (Leck-mich-am Arsch-Pille) aussuchen können, wählte aber einfach gar keine und wollte sehen, was passiert.

Wann hat man denn mal die Gelegenheit bei vollem Bewusstsein einen OP-Saal von innen zu sehen und dann auch noch live bei einer Operation dabei zu sein? Mitnehmen was man kriegen kann, so meine Devise.

Nachdem ich also schnell noch etwas gegessen und einen Kaffee geschlürft hatte, durfte ich mir einen der sexy Kittel überziehen und in so einem Zwischenraum auf einen fahrbaren Sessel-Stuhl warten (wo zwei andere Herrschaften von ihren OPs langsam aufwachten). Immer noch wie bei „Matrix“.

Eine Schwester fuhr mich dann nach langem Warten – denn diesen Monat wurden Port-Katheter verlegt, als seien diese im Angebot – zum OP-Saal. Raus aus den Schlappen, rauf auf die OP-Liege, rein in den Anästhesie-Vorraum.

Die Schwestern wirkten gestresst – sichtlich im Zeitverzug. Ich schaute mich um, sah den OP-Plan mit Uhrzeiten und Nachnahmen. Sie versuchten wohl wie bei der deutschen Bahn, OP-Liegen umzuleiten und Operationen vor- oder nachzuverlegen bzw. ganz abzusagen.

Angestöpselt an sämtlichen Infusionen und Messgeräten durfte ich nun endlich in den OP-Saal. So richtig viel sehen konnte ich nicht – ich war angeschnallt. Scheinbar zur Vorsicht, falls man dann doch noch Ausreiß nehmen möchte.

Und dann kam sie, die Ärztin von gestern, vermummt von oben bis unten. Mein Sichtfeld wurde weiter eingegrenzt, in dem sie mir so ein grünes Tuch vor das Gesicht spannten. Mist! Das einzig und letzte Interessante war also der rechts von mir stehende Monitor mit meinem Pulsschlag: 72-82. Völlig normal. Null Aufregung.

Es ging los. Spritze zur lokalen Betäubung. Anfangs etwas gepiekst und gebrannt, dann nichts mehr. Puls: round about 75. Ich bin kalt wie ein Fisch. Krass. Es wurde geschnibbelt und gebrannt. Die Geräte waren heiß… das weiß ich, da ich sie ab und zu am Hals spürte.

Der Schnitt wurde links zwischen Schulter und Brust gesetzt, der Katheter sollte in die Vena cephalica. Und das war erst einmal das Problem:

Aufgrund des scharfen Abbiegens der Vene, ist das Vorschieben des Katheters kurz vor der Mündung allgemein deutlich erschwert. Frau Fachärztin mühte sich also lange vergebens ab, sogar mit einem Draht, irgendwie den Katheter um den Knick herum zu bekommen und äußerte schon so etwas wie, dass sie eigentlich ungern einen Schnitt am Hals machen wollen würde.

N E I N! Ich weigerte mich. Nicht noch einen Schnitt. Sie ließ von einer OP-Schwester den Dr. Oberarzt oder so anrufen, dass wenn er Zeit habe, er doch bitte zur Unterstützung in den OP kommen mag. Puls immer noch normal. Ich betete. Ja, ehrlich. Sowas in der Art… Er muss kommen!

Ich hatte ja schon einmal erwähnt, dass ich jeden operativen Eingriff hasse, jede Narbe fürchterlich finde… weil ich irgendwie das Gefühl habe, dass es meinen Energiefluss stört. Klingt bescheuert, ich weiß. Ist aber so.

Der Herr kam dann bald. Ich war schon völlig verkrampft und Frau Fachärztin bestimmt auch. Sie sagt ihm, dass sie schon einmal für den Halsschnitt eine lokale Betäubung gesetzt hat. Ich so: nee, bitte weiter versuchen. Was kann ich machen, damit es klappt? Ist meine Vene scheiße? Kurze Erklärung seinerseits, dass es eine normale anatomische Geschichte ist und bei mir die Vene eben noch etwas enger sei. Hmmmja!

Ich sollte den Hals drehen und hier anspannen und da die Luft anhalten. Ich betete wieder, schaute meinen Puls an und sagte millionen Mal vor mich hin: Bitte liebe Vene, lass den Katheter da rein. Bitte liebe Vene, lass den Katheter da rein. Bitte liebe Vene, lass den Katheter da rein.

A L T E R! Es hatte geklappt. Nach biegen und brechen saß der scheiß Katheter nun endlich da wo er hin sollte – in der vena cephalica Richtung Herz! Komische Vorstellung, aber egal. Danke. Merci. Und weg war er. Frau Fachärztin sagte dann, dass sie noch eine Tasche für den Port machen muss und wir dann fertig sind. Tasche? Ahja!

Wie auch immer, mach es, aber schnell… denn ich spürte schon irgendwie was. Ich sagte ihr es… sie meinte, es ginge schnell. Aber es tat weh, der Puls schnellte mal eben auf 90, tataaa… Spritze, schmerzfrei, Tasche fertig, Port drin, zugenäht. Ende!

Wir gaben uns ein „high-five“, es wurde aufgeräumt und ich wieder zurück geschoben. Auf den Stuhl, in den „Verstand-komm-wieder-Raum“, bekam ich ein Wasser und bat die Schwester mir das Plastik-Nadel-Infusions-Teil aus meiner Handoberfläche raus zumachen. Das schmerzte höllisch.

Da ich bei völligem Verstand diese OP durchgezogen hatte, durfte ich dann auch schnell wieder raus da. Ich wartete auf den Arztbrief und ein paar Paracetamol, gegen die Schmerzen. Händeschütteln. Danke. Alles Gute! Und ab nach Hause.

Die Vorbereitungen für die Chemotherapie waren vollbracht. Und abends gab es erst einmal Spargel. Nom nom nom! Und am nächsten Morgen scheinte die Sonne… mir ging es trotz kleiner körperlicher Einschränkungen prima.

2015-05-14-07-41-01

 

Mich würde interessieren!

Operationen: Für mich ein Fluch und ein Segen. Aber irgendwie auch mehr…

Wie stehst du so zu Operationen?

Und hattest du auch einmal eine Operation ohne Narkose? Wie war das für dich?

 


 

Zu den wesentlichen Aufgaben des Vereins „Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, kurz AGO, zählen die Koordination der bösartigen Krebserkrankungen der Frau hinsichtlich ihrer Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachsorge mit benachbarten klinischen und theoretischen Fachdisziplinen. Wenn du mehr über den Verein erfahren möchtest, sieh dir die Informationen auf der Webpräsenz an. Klick!

Auf der Seite von mammazone e.V. findest du einen kurzen Überblick zum Thema Nebenwirkungen bei Chemotherapie bei Brustkrebs. Klick!

4 comments
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4 coments

  • Kaddie
    8. September 2015 at 15:43

    Liebe Ulrike,
    Zuerst: ich bin so froh, dass du so offen mit allem rund um diese schlimme Erkrankung umgehst, weil ich dir so folgen kann, ganz in deinem Tempo. Dann: ich wünsche dir jeden Tag, dass du die Kraft hast, alles was auf dich zukommt durchzustehen. Und vor allem wünsche ich dir, dass du wieder ganz gesund wirst!
    OP: ich hatte bisher nur eine und die war mit Narkose. Und das war irgendwie gut und schrecklich zu gleich. Die Narkose ließ alles nicht länger als 5 Minuten dauern. 5 Minuten deswegen, weil ich woanders aufgewacht bin als im Vorbereitungsraum und so zumindest ein paar Minuten für den Transport draufgegangen sein müssen. Aber ich war zu tiefst erschüttert davon, absolut gar keine Erinnernung an die OP zu haben. Es hätte sonst was mit mir passieren können und ich war so weit weg. Und auch das Weg-Sein ging so verflucht schnell. Nix mit „Langsam vielen ihr die Augen zu. Sie versuchte noch sich gegen die lähmende Müdigkeit tu wehren.“ Nichts davon. Nur etwas Kaltes im Handrücken und zack! Licht aus!
    Nun, es gibt viele OPs, die besser unter Vollnarkose gemacht werden und meine gehörte auf jeden Fall dazu. Und alles ging gut. Aber die Erfahrung war sehr eindrücklich.
    Liebe Grüße und weiterhin alles Gute

    • Ulrike
      8. September 2015 at 20:02

      Hallo Kaddie,

      ohja…es gibt so einiges zu erleben oder eben auch nicht. Und jede Art von OP bzw. das alles Drumherum ist irgendwie total spooky. Ich hatte auch schon mit 12 Jahren eine ganz komische Begegnung. Ich hatte das Gefühl, als ich aus der Narkose aufwachte die OP etwas zu erleben… wie die Ärzte da so an mir rumnähten usw. Und bei meinem Aufwachen letztes Jahr war ich voll komisch drauf – ich glaube ich laberte die Leute zu und sie verstanden mich gar nicht; zumindest reagierten sie nicht. Haha… und ich hörte von einer Freundin, dass sie erlebte, dass eine totales Kauderwelsch laberte, als sie langsam wach wurde. Und auch bei dieser OP…ich kann mich da noch ganz gut an die Hineinschieberei in den Vorbereitungsraum erinnern. Im April diesen Jahres war es, wie ich schon im Tagebucheintrag „Das Krankenhaus – Ein Kino mit Filmen verschiedener Genre. Eintritt frei! (http://mopstollwut.de/krankenhaus) beschrieb, ebenso, dass ich noch alles mitbekam. Vielleicht habe ich dann soviel Adrenalin im Blut, dass mir so eine LMAA gar nichts kann.
      Aber ja… jede OP macht irgendwie ganz schön was mit einen… schön ist es nicht. Mal so eben einfach „weg“ zu sein… ausgenockt…
      Doch hauptsache man ist dann wieder gesund bzw. gesünder!

      Danke für das Erzählen deiner Erfahrung!

      Ich wünsche dir ebenso alles erdenklich Gute…

      LG, Ulrike

  • Franzi
    14. Dezember 2015 at 16:17

    Servus Ulrike,

    Ich hab den Port im Dämmerzustand bekommen, aber wie du sagst, endlich mal nen op von innen gesehen, bevor ich dann doch vorm ersten Schnitt weggeknackt bin. Aber vor der naht wieder aufgewacht, also habe ich wenigstens ein bisschen mitbekommen.

    • Ulrike
      14. Dezember 2015 at 16:59

      Hey Franzi,

      …man muss ehrlich gesagt auch nicht unbedingt die gaaanze OP mitbekommen, um mal so einen Saal von innen zu sehen… aber, hm, naja… irgendwie denke ich, dadurch, dass ich, neben meiner Beterei, sagen konnte: „nee ey, bitte, das muss klappen“, wurde mir ein weiterer Schnitt am Hals erspart…
      Schon alles aufregend, was?

      Alles Gute dir…

      Grüße!

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    Hi, ich bin Ulrike...

    ...erst war da die Diagnose: Brustkrebs! Ich nenne es mit etwas Galgenhumor: Mopstollwut!

    Das Lachen bleibt. Es ist die beste Medizin. Lach mit mir mit!

    Was die Mopstollwut mit mir macht und ich mit ihr... Das könnt ihr in meinem Blog lesen!